Wenn ich erkrankt bin …

… am Krepieren, Männer fühlen sich in solchen Momenten dem Ableben ja generell sehr nah, sind auf das eigene Dahinscheiden fixiert, eine Kathedrale aus Leid und Kummer errichtend … dann ist Sie mir keine Hilfe.

Ich erkenne in diesen Momenten, mögen sie nebulös, delirierend sein, dass Sie nicht DA sein kann, bei mir, in meiner Nähe. Mit meinem Schmerz, FÜR mich da sein kann als Trost.

Die Gedanken wachsen, tumorartig. Was, wenn ich ernsthaft erkranken sollte, tödlich gar? Begegnet Sie mir mit der gleichen Ungeduld, mit gleicher Härte, die mir – bar jeglicher Emotion – zu verstehen gibt: Raffe dich auf! Funktioniere! Leiste!

Hat Sie die Kraft, mir beizustehen im Vergessen, im Ausbluten, bei der Auflösung meiner Organe?

Gerate in eine Spirale aus Frustration, Depression und Angst. Fühle mich unnütz, überflüssig … einsam.

Krankheit und Tod

Abstand

6 Gedanken zu „Wenn ich erkrankt bin …

  1. Ha, der ist gut!

    In der Tat meine ich mich zu entsinnen, dass mich Muskelschmerzen konjungiert mit Fieberschüben quälten, als ich diesen Text verfasste. Und gestern fand ich ihn in den Blog-Entwürfen …

    Gefällt mir

    1. In der Tat, in diesen Situationen, doch. Ich zweifle wie umschrieben an Ihrer Kraft, mir im Extremfall beizustehen, ohne selbst zu zerbrechen.

      Ihr Verhalten bei leichter Krankheit erinnert mich an ein kleines Kind, das sein todkrankes Haustier zum Weiterspielen zwingt, weil es das Sterben eines geliebten Lebewesens mental auf andere Weise nicht verarbeiten kann.

      Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s