Titel redux

Sie beobachten einander. Taxieren sich.

Zwei Raubtiere, menschliche Karnivoren; ein Intermezzo im Gewühl der Stadt.

Rush Hour, Heimweg. U­-Bahn. Das Treffen: Zufällig. Die Begegnung: Geplant.

Sie sitzt wenige Meter von ihm entfernt in einem der Hartschalensitze, im zugewandt. Schaut direkt in seine Augen, zunächst, dann ­ungeniert lüstern­ auf seinen Schritt. Leitet seinen Blick durch die zarte Andeutung eines Nickens hinunter zu ihren Beinen, öffnet sich ihm, präsentiert ihre Scham, für ihn rasiert, unbedeckt zwischen ihren Schenkeln, unter ihrem Rock.

Für ihn vorbereitet.

Vier weitere Stationen. Zeit für gemeinsame Fantasien, in getrennten Köpfen erdacht. Seine Erektion, sich für sie wie für alle aufmerksamen Mitreisenden deutlich unter seiner Hose abzeichnend. Ihre Feuchte, aufblitzende Lichtreflexe, hervorgerufen durch die auf ihren Körper übertragenen Zugbewegungen. Leuchtfeuer seiner Begierde.

 

Sie verlässt die Bahn, er folgt, trottet hinter ihr her wie ein Hund, besser – geil wie ein reudiger Köter; hat Witterung aufgenommen. Sie ist sich dessen gewiss: Er wird nicht ablassen von ihr. Heute nicht.

Ihre Körpersprache, während sie ihn durch die Straßen lockt – eindeutig. Ihr Hüftschwung, ihr Gang, ihr Blick, wenn sie sich ihm kurz zuwendet …

Fick mich.

Jetzt.

 

Die Haustür steht offen. Er folgt ihr in die Wohnung, durch den Flur direkt ins Wohnzimmer. Die Beleuchtung räumt alle Zweifel aus. Sie beobachtet ihn, erwartet ihn in selbstbewusster Haltung. Den Mund leicht geöffnet, feuchte Lippen nunmehr auch hier. Ihr Kinn nach vorne gestreckt, die Hände in die Hüften gestemmt.

Den Oberkörper entblöst.

Ihre Brustwarzen werfen konturierte Schatten.

Gänsehaut, Verlangen signalisierend.

Der letzte Rest seiner Selbstbeherrschung fällt, er beschleunigt seinen Gang, stürmt auf sie zu.

Zwei Körper kollidieren. Er vergräbt seine Hände in ihren Haaren, zieht ihren Mund auf seinen.

Zwei Zungen kollidieren, vermengen Speichel, Geschmack, Begierde.

Er lässt von ihren Haaren ab, packt ihren Rock und zerrt ihn forsch nach oben. Räumt das letzte Hindernis beiseite, beseitigt die letzte Insignie der Geschäftsfrau. Verwandelt sie zum Objekt seiner Begierde.

Sie unterbricht die Berührungen, stößt ihn von sich. Führt eine Hand an ihren Mund, befeuchtet die Finger mit dem Gemisch ihrer beider Speichel; führt sie anschließend in sich ein. Schaut ihm dabei weiter in die Augen, direkt. Fordert ihn auf, sich zu entkleiden.

Langsam.

Stoppt seine Bewegung in dem Moment, als er sich das Hemd über den Kopf zieht. Öffnet den Gürtel, befreit seinen eregierten Schwanz von Hose und Unterhose.

Nimmt ihn in den Mund, bläst ihn ebenso hingebungs- wie geräuschvoll. Massiert dabei weiter ihre Möse.

Er stöhnt seine Erregung in den Hemdstoff, genießt den Sinnesentzug, die Berührung, das Schmatzen, die Schlüpfrigkeit der Situation. Als er seine Passivität nicht länger erträgt, das Hemd abstreift, sie packt und zu sich nach oben zieht, entfernt sie ihre Finger aus ihrer Vagina und schiebt sie in seinen Mund. Er kostet ihren Saft, verflüssigte Geilheit, dreht sie ruckartig um, drückt ihren Oberkörper leicht nach vorne und dringt jäh tief in sie ein.

Umgreift den um ihre Taille gerafften Rock und zieht sie so an sich, während er sie zugleich mit harten Stößen vor sich her zum Sofa treibt. Presst sie darauf nieder, ihren Kopf in die Kissen. Fixiert sie, seine Hände auf ihrem Rücken.

Er fickt sie mehrere Minuten. Unnachgiebig, dabei das Tempo variierend. Stoppt dann abrupt, zieht seinen Schwanz aus ihrer Vagina, nur um ihn im nächsten Moment in ihren Arsch zu rammen. Setzt die Penetration mit unverminderter Härte fort.

Sie krallt sich am Sofa fest, verliert sich in der primordialen Wucht seiner Leidenschaft.

Keucht.

Stöhnt.

Schreit.

Grunzt.

Lacht.

Weint.

Ihr Sein, reduziert auf Druck und Reibung. Gutturale Laute.

Als sie seinen nahenden Höhepunkt spürt, entzieht sie ihm ihr Becken, kommt auf die Füße. Ergreift seinen Schwanz und zieht ihn hinter sich ins Schlafzimmer.

Sie schubst ihn rückwärts aufs Bett, krabbelt auf allen Vieren hinter ihm her und bläst ihn erneut. Sie säubert sein Glied, sanfter diesmal, schleckt am Schaft entlang wie an einem Soft-Eis. Schmeckt ihren Anus.

Setzt sich dann auf ihn. Reitet ihn, genießt seine Härte in sich. Biegt ihren Oberkörper nach vorne, steckt ihm im Wechsel Brustwarzen und Zunge in seinen Mund. Lässt ihn an ihr saugen. Lässt sich von ihm verzehren. Biegt ihren Oberkörper nach hinten, somit auch sein eregiertes Glied, benutzt ihn als Taktstock und dirigiert beide zum gemeinsamen Orgasmus.

 

Körper zucken, fallen in sich zusammen. Er spritzt in sie hinein; sie spürt, wie die Spermaschübe in ihrem Inneren auftreffen. Fühlt, wie es sie ausfüllt, dass sie überquillt vor Lust.

Beide verharren, bis sein Penis erschlafft und sich aus ihr zurückzieht. Sie dreht sich auf ihm, wendet sich ein letztes Mal seinem Geschlecht zu und massiert den restlichen Samen auf ihre Zunge, während sie gleichzeitig Ejakulat aus ihrer Vagina in seinen Mund laufen lässt.

Zum Schluss: Ein letzter Kuss, innig, gehaltvoll, von gelartiger Konsistenz und salzigsüßem Geschmack.

 

Klappe.

Der Vorhang fällt.

Schlaf, in inniger Umarmung.

Dunkelheit.

 

Teil 3, der das Triptychon komplettiert. Teil 1 hier. Teil 2 dort.

Zu guter Letzt noch einmal der Link zum Auslöser.

 

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