Wahn.txt

Die Alpträume, wieder. Immer wieder. Erwacht ins Dunkel, um mich herum, in mir, dunkel. Lethargisch, fiebriges Delirium. Das Laken, die Decke, das Kissen triefen vor Schweiß, das Gesicht ist kalt vor Schweiß. Aufgetaucht. Ertrunken. Noch die Szenen im Kopf, verblasst, deutlich. Unfälle und Leid und Schmerz und Verlust und Tod und Angst. Wie Filmrisse oder hektische Bildschnitte. Dazu Dissonanzen; der Ton verzerrt, entstellt, Crescendo der Qual. Schwer wie Blei, titanisch schwer die Erinnerung an erfahrenes und phantasiertes, vergangenes und künftiges. Beginne mich zu bewegen, zu strampeln. Befreiungsschläge wie im Wahn; möchte alles abschütteln: Die Decke, den Schweiß, die Gedanken an Unfälle und Leid und Schmerz und Verlust und Tod und Angst.

Es gelingt.

Bis zur nächsten Nacht.

4 Gedanken zu „Wahn.txt

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