Bild aus der Gruft

Bob Baumeista

Das war’s dann aber auch schon wieder. Cheers!

A Kind Of Magic [not the ‚Queen‘ one]

Le Magic

rly?

„In the end,

you only regret the things

you didn’t do“

Dafür muss Zeit sein. Ich habe selten so einen gequirlten Haufen Hühnerscheisse gelesen. Ich meine … diese Aussage ist so unglaublich falsch, da fehlen mir die Worte. Aufregen kann ich mich über derlei Mumpitz dennoch vortrefflich.

Stecke gerade in einer Bildrecherche und scrolle durch die Weiten unseres Archivs. Stolpere dabei über ein Foto, Straßenschild in der Wüste, auf selbigem der oben zitierte Spruch.

Scrolle weiter, halte inne, scrolle zurück. Lese mir den Spruch mehrmals durch und ärgere mich bei jedem Mal ein wenig mehr. Abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, wie dieses Bild in unsere Datenbank gelangt ist (wahrscheinlich irgendeine Promo-Umsonst-Aktion unseres Lieferanten) und warum es da noch liegt (jetzt liegt es da nicht mehr) wächst mein Unmut ob seiner Botschaft – ein Freibrief nicht nur für alle Wagemutigen und Lebensfrohen, sondern auch für Verklemmte, Psychopathen, Verrückte. ‚Mach mal, Jung, ärgern tuste dich nachher nur, wennde’s nich versuchst‘ …

Und selbst ganz nüchtern betrachtet, dem Praxistest unterzogen, ist die Meinung, man bereue nur, was man nie versuchte, schlichtweg Quatsch.

In diesem Sinne, zurück in die Versenkung.

Aus gegebenem Anlass

Am Arsch vorbei

Nimm mich Huckepack!

»Papa, nimm mich Huckepack!« ruft der Filius und stürmt auf mich zu.

»Rücken oder Schultern?« frage ich, gibt es doch zwei Varianten der Kinderschlepperei.

»Auf die Schultern! Ganz hoch! Dann komme ich in den Himmel!« schreit er mir entgegen, als er in meine Arme springt.

Ich lache, während ich ihn auf meine Schultern wuchte, und ohne nachzudenken sage ich »Du kommst doch so oder so in den Himmel!?«.

»Jaaa, mit einer Rakete!« ruft er und streckt eine Faust zum Himmel.

Und Bilder strömen auf mich ein von einer Beerdigung und einer Kinderzeichnung auf Din A3 in einem Rahmen auf einem Dreibein direkt zwischen Rednerpult und Sarg; eine buntgekritzelte Rakete mit eingeklebtem Gesicht meines Sohnes da, wo das Cockpit ist; von traurigen Gesichtern und von Gram und von Beileid und von Er-hatte-sein-ganzes-Leben-noch-vor-sich und von Rotz und von Wasser.

Ich trage ihn länger, als es meinem Rücken gut tut und halte seine Fußknöchel dabei fest umschlossen.

Wieder weg

 

 […]

 

Ungefähr so ist es zur Zeit um meine Kreativität bestellt – das Leben nimmt mich in Beschlag (Frechheit! Was erlaubt es sich!?).

Projekte und neue Aufgaben; alte Aufgaben, die aus unterschiedlichen Gründen nicht abgeschlossen werden; erledigte Aufgaben, die erneut zu Aufgaben werden. Erziehen, führen, organisieren, nachhalten (im Berufs- ebenso wie im Privatleben)

Das Resultat: Ich habe weder Energie noch Motivation zum Texten oder dazu, einen Stift in die Hand zu nehmen. Ich ärgere mich über die fehlende Zeit für euch Mit-Blogger … und stehe mir da selbst im Weg mit der Vorstellung, mich entweder angemessen intensiv mit euren Beiträgen zu befassen oder lieber gar nicht (jupp – lieber gar nicht).

In diesem Sinne. Wir lesen uns (oder eben erst einmal nicht).

Wieder da

So schlimm war der Urlaub zugegebenermaßen gar nicht. Das ausgiebige Austesten ihres Lungenvolumens gehörte dennoch zu Lus hervorstechenden Eigenschaften. Comic ist klickbar.